Radtour in Dithmarschen – Von Büsum nach Friedrichskoog

Ich wache auf, als Noah mit frischen Brötchen vom Kiosk des Campingplatzes zurückkommt. Sogar einen heißen Kaffee, den richtigen Wachmacher zu früher Stunde, hat er mir mitgebracht. So kann der Tag beginnen!

Beide haben wir sehr gut geschlafen in unserer ersten Nacht im Zelt. Nun frühstücken wir an dem Holztisch, an dem wir bereits zu Abend gegessen haben. Zusammen mit den Brötchen bringen Butter, Aufschnitt und Müsli den richtigen Schwung für den kommenden Tag.

Wir haben keine Eile, und so gehen wir noch einmal an den Strand. Noah möchte unbedingt noch einmal durchs Watt waten und schließt sich schnell einer Gruppe spielender Kinder an. Nach einer warmen Dusche auf dem Campingplatz packen wir unsere Sachen und fahren am späten Vormittag los gen Friedrichskoog, immer am Deich entlang mit Blick auf die Meldorfer Bucht. Die Fahrt am Deich beeindruckt uns beide. Mehrmals legen wir Pausen ein, um den Blick aufs Wattenmeer zu genießen. Auch die Schafe auf den Deichen hinterlassen bei uns einen bleibenden Eindruck.

Bei der Schleuse am Meldorfer Hafen machen wir bei Pommes & Currywurst Mittagspause im Strandkorb. Bevor wir weiterfahren, nutzen wir bei auflaufendem Wasser die Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad in der Nordsee.

Nach dieser Pause kommen wir zunächst nicht weit, denn ich habe eine Reifenpanne. Und so lernen wir Elisabeth aus Albersdorf und Doug aus North Carolina kennen, die auf ihrem Ausflug mit dem Rad an uns vorbeikommen. Bereitwillig helfen sie uns, den Reifen zu reparieren. Wir reden noch ein wenig, und Doug erzählt uns, dass er in den 1960er Jahren zum ersten Mal in Dithmarschen war. Seitdem war er immer wieder hier, und seit einigen Jahren kommt er jedes Jahr für mehrere Monate in dieses schöne Land. Schließlich trennen sich unsere Wege.

Am späten Nachmittag kommen wir in Friedrichskoog-Spitze an. Schon bevor wir den Campingplatz erreichen, sehen wir, dass direkt hinter dem Deich eine Art Volksfest stattfindet: das Festival am Deich, wie wir in Erfahrung bringen. Zunächst fahren wir zum Campingplatz, schlagen unser Zelt auf und richten unsere Schlafsäcke ein. Nach der leckeren Currywurst mit Pommes am Mittag gibt es zum Abendessen Brot mit unserem restlichen Aufschnitt.

Dann gehen wir zum Festival am Deich. Auf einer Bühne spielt eine Band. On the Rox hat es sich zum Motto gemacht, das Publikum mitzureißen. Und das gelingt ihnen vortrefflich. Die Band spielt bekannte Rock- und Pop-Songs deutscher und internationaler Künstler, und das Publikum geht mit. Und auch Noah und ich kommen musikalisch voll auf unsere Kosten. Zur Musik genehmige ich mir ein Bier und Noah eine Cola.

Es ist schon dunkel, als wir zum Zelt gehen. Wieder schlafen wir an der frischen Luft sofort ein und sind am nächsten Morgen ausgeruht für weitere Erlebnisse auf dem Rad.